Metz Handball GIRLS CUP

Nicht nur im Frauenbereich, sondern auch in der Jugend ist Handball Metz in Frankreich das Maß der Dinge. Im Meisterschaftsendspiel wurde Toulon St. Cyr mit 36:25 klar bezwungen. Dass die nationalen Topclubs auch im Jugendbereich vorne dabei sind, ist in Frankreich kein Zufall. Das Lizenzierungsverfahren des Ligaverbandes LNH schreibt einen Mindestetat von 700.000 Euro, der aber auch einen bestimmten Prozentsatz an Investitionen in den Nachwuchsbereich beinhaltet, vor. Ligaprimus Metz lässt die Nachwuchsspielerinnen zudem auch früh Spielpraxis im Erwachsenenbereich sammeln. Die eigentliche A-Jugend spielt in der dritten Liga und kommt dann in den Meisterschaftsendspielen zum Zug, jüngere Spielerinnen kommen dann in den normalen Jugendligaspielen zum Einsatz. So wurde nun auch zuletzt Aramate Dembele, Schwester der französischen Nationalspielerin Siraba Dembele verpflichtet und im Jugendbereich findet man auch noch einen weiteren berühmten Nachnamen, denn die 17-jährige Tamara Horacek gilt als eines der Riesentalente in den französischen Nachwuchsligen. Mutter Vesna war viele Jahre lang fester Bestandteil im Kader der Lothringerinnen.


Nationalmannschaft Rumänien

Die beiden Finalisten Russland und Dänemark haben den Sprung ins Halbfinale verwehrt und in der Platzierungsrunde musste man sich Frankreichhauchdünn geschlagen geben. Doch ansonsten wusste Rumänien bei derU17-Europameisterschaft in Tschechien zu überzeugen. Portugal und Tschechien wurden in der Vorrunde in die Schranken verwiesen, in der Hauptrunde konnte man zudem Schweden ein Remis abtrotzen, ehe dann die Equipe Tricolore knapp triumphieren konnte. Doch die Rumäninnen gingen mit einem positiven Gefühl aus dem Turnier, die Niederlande wurden im Spiel um Platz sieben klar mit 35:29 bezwungen und Gabriela Perianu schaffte sogar den Sprung in das All-Star-Team. Insgesamt 43 Tore erzielte die im linken Rückraum heimische Shooterin aus Braila. Der linke Rückraum war eine Paradeposition der Rumäninnen, auch Dana Andreea Pricopi konnte 30 Treffer erzielen. In den Fokus spielte sich mit ihrer emotionalen Art auch Torhüterin Denisa-Stefania Dedu von Dinamo Bukarest. Durchsetzungsstark präsentierte sich auch Spielmacherin Alexandra Maria Gavrila, die für das Leistungszentrum Scoala Bukarest aufläuft. Auch der Spitzenklub Oltchim Valcea hat sich im eigenen Leistungszentrum das eine oder andere Talent an Land gezogen. Die Torhüterinnen Lacramioara Stan und Cristina Enache spielen ebenso für den Ligaprimus, wie Linksaußen Ana Tanasie, Linkshänderin Laura Popa, Spielmacherin Madalina Zamfirescu und die Kreisläuferinnen Roxana Cirjan und Nicoleta Safta.


Nationalmannschaft Deutschland

Am Ende einer anstrengenden und kräftezehrenden U17-Europameisterschaft musste sich die DHB-Auswahl mit dem zehnten Platz zufriedengeben. In der Vorrunde hatten sich der spätere Titelgewinner Russlandsowie Schweden zum Turnierauftakt als zu stark erwiesen. In den übrigen Partien blieb die von Ute Lemmel betreute Mannschaft dann jedoch gegen Österreich, Tschechien und Portugal zunächst ohne weitere Niederlagen, ehe man im abschließenden Platzierungsspiel Kroatien den neunten Platz überlassen musste. „Als Team haben wir eine gute EM gezeigt, aber es gibt Gründe, warum unsder Sprung in die europäische Spitze verwehrt ist”, sagte Lemmel, die vorallem mit der Chancenverwertung ihres Teams haderte. „Unsere Spielerinnen haben enorm gekämpft und bei dieser EM viele wichtige Erfahrungen gesammelt“, so die Bundestrainerin, die abschließend befand. „Sie wissen jetzt, woran sie arbeiten müssen, um auf diesem Niveau erfolgreich zu sein. Wir brauchen zum Beispiel ein besseres Bewusstsein für den Umgang mit dem Ball und mehr Wurfvarianten.“Viel Gefahr strahlten die deutschen Nachwuchshandballerinnen vor allem über die rechte Angriffsseite aus. Maren Weigel spielt in der kommenden Saison bei der SG Kickers-Sindelfingen in der 1. Bundesliga, Rechtsaußen Kira Schnack spielt schon jenseits der deutschen Grenze für den dänischen Zweitligisten Sonderjyske und auch Jennifer Rode vom FHC Frankfurt/Oder wusste ihre Akzente zu setzen. Ebenfalls an die 1. Bundesliga – und das beim Spitzenklub HC Leipzig – sollen Isa-Sophia Rösike und Michelle Schombel herangeführt werden, die mit der A-Jugend des HCL die deutsche Meisterschaft gewannen. Auch der Buxtehuder SV hat sich mit Kreisläuferin Sina Namat ein großes Talent gesichert, wie auch der deutsche Double-Gewinner Thüringer HC, für den Torhüterin Dinah Eckerle spielt. Die Achillesferse bei der vergangenen EM war vor allem die linke Angriffsseite, die insgesamt zu wenig Torgefahr ausstrahlte.


TSV Bayer 04 Leverkusen

„Wir wollen unsere gute Jugendarbeit weiter optimieren“, erklärte die neue Nachwuchskoordinatorin Maike Balthazar und führt aus: „Wir haben eine sehr gute B-Jugend. Damit sich diese starke Mannschaft weiter entwickeln kann wird sie bereits jetzt schon die A-Jugend-Regionalliga bestreiten. “Denn in Leverkusen steht vor allem die individuelle Förderung der Spielerinnen im Vordergrund. „In der Oberliga Mittelrhein wäre die Mannschaft zu wenig gefordert.“ Für den vergleichsweise jungen Jahrgang gibtes so keine bestimmte Zielvorgabe.Die Spielerinnen, die normalerweise in der A-Jugend spielen würden, werdenbereits die ersten Erfahrungen im Senioren bereich machen und in der Oberliga Mittelrhein agieren. „Wir arbeiten perspektivisch und wollen in den nächsten zwei Jahren mit der zweiten Mannschaft den Sprung in die 3.Liga anvisieren“, so Balthazar, die davon überzeugt ist, dass man so „noch besser die eigenen Talente an die Bundesliga heranführen kann. “Beim Toyota Lambeng Girls-Cup in Schmelz sieht man sich in der Außenseiterrolle und will vornehmlich gegen die hochklassige Konkurrenz Erfahrungen sammeln. „Durch die Sommerferien haben wir spieltaktisch noch nicht viel gearbeitet und vorher stand das Legen der athletischen Grundlagen im Vordergrund“, verrät Balthazar, die mit dem Team bereits am Donnerstag zum Trainingslager ins Saarland reist und dort mit einem gemischten Team der Jahrgänge 93/96 spielt. „Wir werden die Einsatzzeit auf alle Spielerinnen gleichmäßig verteilen.“


Als Trainerin von der A-Jugend von Bayer 04 Leverkusen kehrt eine Bekannte frühere Spielerin der MSJ DJK Trier wieder in die Primshalle zurück. Kerstin Reckentäler hat schon oft mit Trier beim Sparkassen Ladies-Cup gespielt. Die Zuschauer werden sich freuen sie wieder zu sehen.

Kerstin Reckenthäler kehrt ins Saarland zurück
Die ehemalige Nationalspielerin kehrt als Trainerin der weiblichen A-Jugend von Bayer 04 Leverkusen zurück ins Saarland um mit ihrem Team am Toyota Lambeng Girls-Cup teilzunehmen. Kerstin Reckenthäler hat es aufgrund ihrer beruflichen Ausbildung als Sport-und Religionslehrerin – ihr Studium absolvierte sie übrigens an der Universität des Saarlandes – ins Rheinland verschlagen, wo sie ihre Referendariatszeit an einem Gymnasium in Bergisch Gladbach leistet.
Die 28-jährige Linkshänderin ging mit 16 Jahren nach Trier und feierte mit den Trierer Miezen einige Erfolge. So stieg sie mit der DJK 2000 in die 1. Bundesliga auf. 2003 wurde sie mit der Mannschaft Deutscher Meister und 2005 Vizemeister.
Mit 14 Jahren wurde Reckenthäler in die Deutsche Jugendnationalmannschaft berufen. Teamkolleginnen waren unter anderem Nadine Krause und Anja Althaus. Mit ihnen feierte sie 2001 die Bronzemedaille bei der Juniorinnen-WM, ehe Reckenthäler in die A-Nationalmannschaft berufen wurde, für die sie 16 Spiele absolvierte. 2005 beendete Kerstin Reckenthäler ihre aktive Karriere aufgrund einer schweren Knieverletzung.
„An die Möglichkeit als Trainerin zu arbeiten bin ich eher durch Zufall geraten“, erzählt Reckenthäler. „Es hat mir jedoch gleich sehr viel Spaß gemacht“. So absolvierte sie ihre B-Lizenz und trainierte nach kurzer Zeit die Landesauswahl von Rheinland-Pfalz und war daneben am DHB-Stützpunkt in Trier aktiv.
Nach 12 Jahren in Trier übernahm sie in diesem Jahr die B-Jugend von Bayer 04 Leverkusen. „Nach der langen Zeit in Trier war es an der Zeit für etwas Neues“, erklärte Reckenthäler ihren Schritt ins Rheinland.
Mit dieser Mannschaft, die mittlerweile A-Jugend spielt, wird Reckenthäler am diesjährigen Toyota Lambeng Girls-Cup im Rahmen des Sparkassen Ladies-Cup teilnehmen. Reckenthäler war in der Vergangenheit mit der DJK Trier selbst dreimal als aktive Spielerin dabei gewesen und hat durchweg positive Erfahrungen gemacht. „Der Ladies-Cup in Schmelz ist immer top organisiert und es kommen auch immer tolle Mannschaften aus dem Ausland“. Die A-Jugend von Bayer 04 Leverkusen wird in der Vorrunde auf die HVS-Auswahl und Rumänien treffen. „Rumänien ist schon ein Highlight für uns. Ich denke, dass wir durchaus Chancen haben ins Halbfinale zu kommen. Das Turnier soll uns vor allem helfen uns als Team zu finden und Erfahrungen zu sammeln“, so Reckenthäler. „Ich freue mich nach langer Zeit wieder beim Ladies-Cup dabei zu sein. Der neue Girls-Cup ist zudem eine tolle Sache für die Jugend“.


Saarauswahl

(Foto H.Klos)

Die intensive Vorbereitung auf dieses außergewöhnliche Kräftemessen mit hochkarätigen Nationalteams und Top-Vereinsmannschaften lief in den letzten drei Wochen auf Hochtouren und bestimmte das Geschehen rundum die Saarauswahl und ihren Trainer Markus Zeimet. Es ist ein erklärtes Ziel des HVS, den jungen Auswahlspielerinnen bei diesem Turnier die Möglichkeitzu geben, sich und ihren Sport bei diesem international besetzten Turnier zu präsentieren. Markus Zeimet: „Wir wollen bei den Spielen gegen diese starken Gegner unser Bestes geben und den Mannschaften ein guter Gastgeber sein. “Über 10 Trainingseinheiten hat Markus Zeimet mit seinen Spielerinnen absolviert, um für die schwere Aufgabe gerüstet zu sein. Vier Trainingsspiele gegen Frauenmannschaften, darunter TuS Neunkirchen (3. Bundesliga), haben das Zusammenspiel weiter verstärkt, sowie die einzelnen Mannschaftsblöcke zusammengeführt bzw. die Feinabstimmung verbessert. Neue Angriffskonzeptionen wurden erarbeitet, bestehende wieder aufgefrischt und Abwehrsysteme variabel gestaltet. Die Zielsetzung war klar: Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung schnellen und attraktiven Handball zu spielen und die Fehlerquote niedrig zu halten. Zeimet: „Alle kämpfen und merken, dass man sich bei Spielen gegen Aktive schnell an die Erfahrung und Robustheit gewöhnen muss. “Markus Zeimet und sein Co-Trainer Dirk Schütz haben eine schon im letzten Jahr erfolgreiche Mannschaft (im Länderpokal ungeschlagen die Finalrunde der besten vier deutschen Auswahlmannschaften erreicht) von Claudia Schikotanz übernommen. Zum Abschluss ihrer Zeit in der Jugendauswahl soll der Girls-Cup eine „Belohnung“ sein. Zeimet im Rückblick auf die Premiere 2010: „Es ist ein besonderes Flair, mal vor so einer Kulisse gespielt zu haben. Dazu hat jede Spielerin die tolle Gelegenheit, im direkten Vergleich Spielsysteme von internationalen Spitzenteams zu erleben. Und sich zu sagen, das kann ich doch auch mal probieren. Gerade gegen übermächtige Gegner wird jede Spielerin ihr Bestes geben und dabei einen wertvollen Erfahrungsschatz gewinnen für die weitere Entwicklung.“


Regionalauswahl HV Baden-Württemberg

„Im Handballverein Baden-Württemberg bieten wir den Spielerinnen aus drei Handballverbänden auch nach dem Länderpokal die Möglichkeit an, sich weiter zu entwickeln“, erklärte Dr. Pavol Streicher, der Vorsitzende des Landesauschusses Lehre und Leistung des Handball Baden-Württemberg und führt aus: „Das Team der Landesauswahl Baden-Württemberg nimmt regelmäßig beim Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) mit der Region Rhône-Alpes teil. In einem Jahr in Deutschland beim Turnier Sparkassen-Trophy, im anderen in Frankreich in der Rhône-Alpes Region. Durch diese zusätzliche Förderung, auch mit entsprechender Anzahl an Lehrgangstagen, welche in Deutschland einzigartig sind, haben auch viele Spielerinnen des Teams Baden-Württemberg den Sprung in die Jugend-, bzw. Juniorinnen-Nationalmannschaft geschafft.“


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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