


Souverän war Györi Audi ETO, diesjähriger Favorit auf den Gewinn der Champions League ins Endspiel eingezogen und auch die Anfangsphase des Finales sollte dem Team von Csaba Konkoly gehören. Dank ihrer Torhüterin Katrine Lunde Haraldsen führten die Magyarinnen schnell mit 3:1, doch ein von Tolida Tolnai parierter Kovacsics-Strafwurf wurde zur Initialzündung für den rumänischen Meister, der beim 4:4 ausgleichen konnte. Die Magyarinnen hatten zunächst spielerische Vorteile, doch mit insgesamt drei gehaltenen Strafwürfen war es Tolida Tolnai, die ihre Mannschaft im Rennen hielt. In den Schlussminuten konnte Valcea gar die Führung erobern, doch nach dem Seitenwechsel war es der ungarische Meister, der mit vier Toren in Folge mit 13:11 vorlegte. Valcea gab sich angeführt mit Yeliz Özel nicht geschlagen und konnte bis zum 17:17 die Partie offen gestalten. Dann sollten die kurze Deckung gegen Özel und die Einwechslung von Katalin Palinger die siegbringen Maßnahmen sein, die den vorentscheidenden Zwischensprint zum 21:17 ermöglichten.
Györ: Haraldsen, PalingerFruszina, Radicevic 1, Löke 7, Verten 1, Lekic 1, Kurucz, Görbicz 6, Kovacsics 1, Hornyak, Amorim 4, Gros, Orban 2
Valcea: Tolnai, KnezovicCurea, Managarova 4, Stanca 1, Han, Ardean 1, Farcau, Fiera, Vetkova, Chirila 3, Manea 4, Jovanovic 1, Özel 4, Bradeanu, Vizitiu 3
Beste Spielerin des Turniers:
Yeliz Ozel, Oltchim Valcea
Renate Wolf musste im Spiel um den dritten Platz improvisieren. Neben Marlene Zapf stand auch Roxanne Bovenberg nicht zur Verfügung. Auch die angeschlagen ins Turnier gegangenen Joyce Hilster und Nadine Krause setzten zunächst aus. Trondheim erwischte so den besseren Start in die Partie und setzte sich schnell auf 10:4 ab. Doch die Rheinländerinnen bissen auf die Zähne, mobilisierten die letzten Kraftreserven und konnten so zumindest bis zur Pause den Rückstand konstant halten. Mit Hilfe einer kurzen Deckung gegen Trondheims Toptorjägerin Ida Alstad wollte Renate Wolf der Partie noch einmal eine Wendung geben, doch die Norwegerinnen ließen sich nur kurzzeitig davon verunsichern, Mitte der zweiten Halbzeit konterte man die Elfen einfach aus und siegte letztlich auch in der Höhe verdient mit großem Vorsprung.
Byasen: Rundbraten, Pedersen
Yttereng 2, Nöstvold 2, Smistad 4, Andenaes, Holstad 2, Alstad 7, Svestad 7, Molid 1, Toumi 6, Zamorska 3
Leverkusen: Glaser, van Dorst, Salamakha
Zapf, Egger 1, Hambitzer 2, E. Garcia 2, Kinlend, Bovenberg, Glankovicova 4, Krause, Hilster, Naidzinavicius 3, F. Garcia, Steinbach 2, Jochin 3
Handball Metz – Thüringer HC 22:20 (11:10)
Beide Mannschaften boten den Zuschauern eine hochklassige Partie. Groß absetzen konnte sich keine Mannschaft, der THC erwischte den etwas besseren Start und konnte sich eine kleine Führung erspielen. Das Team von Herbert Müller musste aber dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen. Die ersten personellen Wechsel brachten einen kleinen Bruch ins Spiel des Meisters, so dass Metz in den Schlussminuten noch eine knappe 11:10-Führung herauswerfen konnte. Es blieb auch im zweiten Spielabschnitt ein echter Krimi, beiden Mannschaften merkte man es an, dass sie nicht ohne Erfolgserlebnis aus dem Turnier gehen wollten. Metz legte den Spielstand immer knapp vor, doch der THC zog immer wieder erfolgreich nach. Die Entscheidung fiel erst in der letzten Minute. Amandine Leynaud parierte gegen Lydia Jakubisova und den folgenden Gegenstoß verwandelte Svetlana Ognjenovic zum 22:20.
Metz: Leynaud 1, Glauser
Luciano, Mendy 4, Kanto 1, Zaadi, Andreyushina 1, Pineau 7, Piejos 2, Limal 2, Broch, Ringayen, Ognjenovic 4, N'Go Leyi, Ferrigioni
Thüringer HC: Stefani, März, Schröder 1, Jahn, Reiche 1, Karsten 1, Minevskaya 1, Snelder 2, Popluharova 4, Engel 5, Stuparicova, Borges 1, Jakubisova 2, Wohlbold 2
Bayer Leverkusen – CS Oltchim Valcea 15:24 (10:12)
Beide Mannschaften agierten im ersten Durchgang auf Augenhöhe. Die Rumäninnen konnten zwar durch einen Gegenstoß von Ardean den ersten Treffer setzen, doch die Rheinländerinnen blieben immer wieder auf Tuchfühlung. Zwischenzeitlich gelang dank einiger Paraden von Keeperin Laura Glaser gar die Führung zum 9:8. Doch auch der rumänische Meister hatte in Talida Tolnai eine Spitzenkraft zwischen den Pfosten, die mitverantwortlich für die knappe Pausenführung ihres Teams war. Trainer Radu Voina hatte die richtigen Mittel gefunden, um die Leverkusener Angriffsbemühungen zu unterbinden. Über neun Minuten benötigte das Wolf-Team, um letztlich per Strafwurf zum 11:17 zu verkürzen. Doch so richtig sollte die Durchschlagskraft aus dem Rückraum nicht mehr zurückkehren, Valcea konnte sich darauf konzentrieren die Anspiele an den Kreis zu unterbinden und hatte in den zweiten 25 Minuten zudem auch noch eine starke Sanela Knezovic im Tor.
Leverkusen: Glaser, van Dorst, Salamakha
Zapf, Egger 6, Hambitzer, E. Garcia, Kinlend, Bovenberg, Glankovicova 2, Krause, Hilster 1, Naidzinavicius 1, F. Garcia, Steinbach 3, Jochin 2
Györ: Tolnai, Knezovic
Curea, Managarova 3, Stanca 1, Han, Ardean 3, Farcau, Fiera 4, Vetkova 1, Chirila 2, Manea 1, Jovanovic 1, Özel 3, Bradeanu 1, Vizitiu 4
Györi Audi ETO – Byasen Trondheim 27:22 (15:10)
Die Ungarinnen konnten sich einmal mehr auf ihre Keeperin Katalin Palinger verlassen. Bei Trondheim machte sich vor allem das Fehlen von Camilla Herrem auf der linken Außenbahn bemerkbar, wo zahlreiche Chancen vergeben wurden. Zudem musste der norwegische Vizemeister auf Spelmacherin Marie Henriksen verzichten, was sich im gebundenen Spiel bemerkbar machte. Mit einer konsequenten Chancenverwertung führten die Magyarinnen nach zwanzig Minuten bereits mit 13:6. Die Mannschaft von Valery Putans gab sich nicht geschlagen, suchte am Kreis immer wieder erfolgreich June Andenaes, doch für den Finaleinzug sollte es nicht mehr reichen.
Györ: Haraldsen, Palinger
Fruszina, Radicevic 3, Löke 2, Verten 3, Lekic 5, Kurucz, Görbicz 9, Kovacsics, Hornyak 1, Amorim 4, Gros, Orban
Byasen: Pedersen, Rundbraten
Yttereng 1, Nöstvold 2, Smistad 2, Andenaes 5, Holstad, Alstad 7, Svestad, Molid 2, Toumi 3, Zamorska
Halbfinale
10:35 Györi Audi ETO - Byasen Trondheim
11:45 Bayer Leverkusen - CS Oltchim Valcea
Spiel um Platz 5
14:05 Handball Metz - Thüringer HC
Spiel um Platz 3
15:15 Verlierer der Halbfinalspiele
Finale
16:25 Sieger der Halbfinalspiele
Byasen Trondheim – CS Oltchim Valcea 23:23 (12:13)
Die Norwegerinnen erwischten den besseren Start in die Partie und führten dank der Paraden der starken Guro Rundbraten schnell mit 4:1. Doch das Weltklasseteam aus Rumänien fand über eine starke Abwehr ins Spiel und übernahm Mitte des ersten Durchgangs die Führung. Es entwickelte sich eine hochklassige Partie, in die Valcea eine knappe Führung mitnehmen konnte. Nach dem Wiederanpfiff hatte Byasen früh den Verlust seiner Abwehrstütze June Andenaes zu verkraften.
Die Kreisläuferin hatte immer wieder versucht die durchsetzungsstarke Oana Manea unter Kontrolle zu halten und kassierte somit früh die dritte Zeitstrafe. Zunächst schien es so, als ob dieser Rückschlag für dasTeam von Valery Putan zu viel gewesen wäre, doch mit einer Manndeckung gegen Yeliz Özel und fünf Toren in Serie übernahmen die Norwegerinnen beim 20:19 die Führung. Auch Radu Voina hatte noch einen Griff in die Trickkiste parat und stellte mit einem Kreisläuferduo die Durchschlagskraft wieder her. Die Partie endete mit einem leistungsgerechten 23:23-Unentschieden. Aufgrund des um ein Tor höheren Sieges über den Thüringer HC gewinnen die Rumäninnen die Vorrundengruppe und treffen nun auf Bayer Leverkusen. Byasen hingegen duelliert sich mit Györi Audi ETO.
Byasen: Rundbraten, Pedersen
Yttereng 3, Nöstvold 3, Smistad 3, Andenaes 2, Holstad, Alstad 5, Svestad 1, Molid 1, Toumi 4, Zamorska 1
Valcea: Smedescu, Tolnai
Managarova 2, Nechita, Stanca, Han, Ardean, Fiera 2, Vetkova, Chirila 5, Manea 2, Geiger, Jovanovic 6, Özel 4, Bradeanu 1, Vizitiu 1
Handball Metz – Györi Audi ETO 25:29 (10:12)
Metz musste nach der Niederlage gegen Leverkusen unbedingt gegen Györ gewinnen und die Französinnen erwischten auch den besseren Start in die Partie. Die Ungarinnen konnten sich im Tor jedoch auf die Weltklasse-Torhüterin Katrine Lunde Haraldsen verlassen, die den Abstand nicht zu groß werden ließ. Das Team von Csaba Konkoly übernahm nach rund 15 Minuten die Führung und lag zur Halbzeit mit 12:10 vorne. Nach dem Seitenwechsel zogen die Ungarinnen aber noch einmal das Tempo an und erarbeitete sich einen beruhigenden Vorsprung von sechs Toren. Metz bewies Moral und kämpfte bis zum Ende der Partie, am Ende stand jedoch die zweite Vorrundenniederlage zu Buche, so dass man nun im Spiel um Platz 5 auf den Thüringer HC trifft.
Metz: Leynaud, Glauser
Luciano 2, Mendy 1, Kanto 1, Zaadi 1, Andreyushina, Pineau 4, Piejos 4, Limal 3, Broch, Ringayen 2, Ognjenovic 6, N'Go Leyi
Györ: Haraldsen, Palinger
Fruszina, Radicevic 7, Löke 3, Verten 2, Lekic 3, Kurucz, Görbicz 1, Kovacsics 2, Hornyak 6, Amorim 5, Gros, Orban
CS Oltchim Valcea – Thüringer HC 28:26 (16:14)
Der rumänische Meister erwischte nach einer kurzen Abtastphase den besseren Start und führte schnell mit 7:4. Doch die Thüringerinnen kämpften gegen die zweite Turnierniederlage an und konnten mit Beginn der zweiten Halbzeit dann auch beim 17:16 die Führung erobern. Nur einzelne Details sollten in der temporeichen Partie über Sieg und Niederlage am Ende den Ausschlag geben. Die Entscheidung fiel knapp zwei Minuten vor dem Ende, als Patrizia Vizitius einen leichtfertigen Ballverlust im Gegenstoß zum 27:24 bestrafte.
Valcea: Tolnai, Knezovic
Curea 1, Managarova 3, Nechita, Stanca 3, Ardean 4, Farcau, Fiera 2, Vetkova, Chrila 3, Manea 1, Jovanovic 1, Özel 3, Bradeanu 2, Vizitiu 5
Thüringer HC: Stefani, März
Schröder 1, Jahn, Reiche, Karsten, Minevskaya 3, Snelder 2, Popluharova 3, Engel 8, Stuparicova, Borges 3, Jakubisova 2, Wohlbold 4
Györi Audi ETO – Bayer Leverkusen 25:16 (12:10)
Katalin Palinger hat in den ersten Minuten ihr Tor förmlich vernagelt und auch beste Torchancen zunichte gemacht. Györ führte früh mit 7:0 ehe Anne Jochin nach 13 Minuten die Leverkusener Torlflaute beenden konnte. Durch einige Wechsel, die sich in Abwehr und Angriff bemerkbar machten, kamen die Rheinländerinnen ins Spiel und konnten den Anschlusstreffer zum 11:10 erzielen. Den durchaus möglichen Ausgleich wusste die Weltklassekeeperin in der Folgezeit jedoch zu verhindern, die Magyarinnen nutzten die volle Breite des Kaders aus, um am Ende gegen de in ihrer zweiten Partie auch müde wirkenden Rheinländerinnen zu gewinnen.
Györ: Palinger, Haraldsen
Fruszina 2, Radicevic 4, Löke 4, Verten 1, Lekic 3, Kurucz, Görbicz 3, Kovacsics 1, Hornyak, Amorim 3, Gros 4, Orban
Leverkusen: Glaser, van Dorst, Salamakha
Zapf, Egger 1, Hambitzer, E. Garcia, Kinlend, Bovenberg, Glankovicova 3, Krause 5, Hilster 1, Naidzinavicius 1, F. Garcia 3, Steinbach, Jochin 2
Thüringer HC - Byasen Trondheim 23 : 24 (14:12)
Auch ohne die verletzte Nationalspielerin Nadja Nadgornaja präsentierte sich der deutsche Meister in starker Verfassung und gab seinen Anhängern einen Vorgeschmack auf die kommende Saison in der Champions League. In einer temporeichen Partie konnte sich keine Mannschaft größere Vorteile erspielen. Nach Snelders Tor zum 13:11 kurz vor der Halbzeit lag erstmals eine Mannschaft mit zwei Toren vorne. Im zweiten Spielabschnitt kontrollierte das Müller-Team die Begegnung zunächst und drohte beim 19:15 bereits zu enteilen. Doch der norwegische Vizemeister nutzte eine Überzahl, um sich ins Spiel zurück zu kämpfen. Sieben Minuten vor dem Ende elang Iva Zamorska der 21:21-Ausgleich. Dass den Norwegerinnen am Ende ein knapper Sieg gelang, hatte man auch der Einwechslungvon Torhüterin Guro Rundbraten, die unter anderem Strafwürfe von Borges und Jakubisova hielt, und mehreren Pfostentreffern der Thüringerinnen zu verdanken.
Thüringer HC: Stefani, März
Schröder, Jahn, Reiche, Karsten, Minevskaya 1, Snelder 4, Popluharova 6, Engel 1, Stuparicova, Borges 2, Jakubisova 7, Wohlbold 2
Bayer Leverkusen – Handball Metz 21:19 (10:8)
In ihrem ersten Einsatz im Leverkusener Trikot war es Torhüterin Larissa van Dorst, die nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit einem gehaltenen Siebenmeter bei ihrem Team eine Initialzündung auslöste. Die Elfen zogen auf 9:5 (18.) davon. Doch auch Vizeweltmeisterin Amandine Leynaud ließ ihre Klasse aufblitzen, entschärfte zahlreiche gute Gelegenheiten und sorgte somit dafür, dass die Lothringerinnen vor der Halbzeit auf zwei Tore verkürzen konnten. Die Rheinländerinnen konnten ihren Vorsprung zunächst behaupten, Kleinigkeiten sollten das Pendel mal zu Gunsten der einen, mal zu Gunsten der anderen Richtung ausschlagen. Am Ende setzte sich Leverkusen auch dank der insgesamt drei gehaltenen Strafwürfe von van Dorst durch.
Leverkusen: Glaser, van Dorst, Salamakha
Zapf, Egger 6, Hambitzer, E. Garcia, Kinlend, Bovenberg 3, Glankovicova 3, Krause 5, Hilster 1, Naidzinavicius, F. Garcia, Steinbach 2, Jochin 1
Metz: Leynaud, Glauser
Luciano, Mendy 2, Kanto, Zaadi, Andreyushina 1, Pineau 4, Piejos 1, Limal 2, Broch 4, Ringayen 1, Ognjenovic 4, N'Go Leyi, Ferrigioni